squatting

Heute schon gekocht? - ein Fressen für Cybersquatter

Das Cybersquatter-Kochrezept:

Man nehme:

  • eine Website
  • lässt sie über das Ablaufdatum stehen
  • stellt sie Cybersquatter zur Verfügung
  • und zack - auf geht's zum fröhlichen Geld erpressen

 

Einfacher geht es kaum. Ein Thema, dass sich viele Unternehmen nicht bewusst sind oder oftmals auch einfach schlichtweg vergessen wird. Verwaiste Websites sind ein grosses Fressen für Cybersquatter. Auf der aktiven Suche nach abgelaufenen Domain Namen können sie dem Ruf eines Unternehmens erheblich schaden.

 

Wikipedia: Cybersquatting, auch Domänenbesetzung oder Domainsquatting, ist eine abfällige Bezeichnung für das Registrieren von Begriffen als Internet-Domainnamen, die dem Registrierenden eigentlich nicht zustehen.

 

Cybersquatter begeben sich gezielt auf die Suche nach alten Domain Namen. Registrieren Cybersquatter einen abgelaufenen Domain Namen, die mit Ihrem Unternehmen verbunden ist, können sie mit der Website tun und lassen was sie wollen. Oftmals wird versucht, die Domains anschliessend an die betreffende Firma gewinnbringend zu verkaufen. Besteht keine Zahlungsbereitschaft, stellen sie Inhalte online, die einem Unternehmen enorm schaden können oder verkaufen den Domain Namen an sogenannte Phisher.  Mit diesen Aktionen versuchen die Kriminellen bei den Unternehmen sehr viel Geld zu erpressen.

Gerade grosse Unternehmen sind anfällig auf solche Cyberattacken. Denn meistens sind mehrere Abteilungen damit beschäftigt, neue Domains zu registrieren. Da braucht die Marktetingabteilung für ein neues Produkt eine neue Landingpage, die Administration eine Seite für ein Meeting und das PR-Management muss eine Pressemitteilung publizieren.

Doch was passiert mit den Domains, wenn die Kampagnen vorbei sind? Im Nachhinein sind normalerweise diejenigen verantwortlich, die die Website registriert haben. Meistens haben aber neue Projekte bereits wieder Priorität und die Websites der alten Kampagne gehen vergessen, bleiben oftmals als Leadgenerierung bestehen und bleiben in diesem Zustand bis zum Ablauf der Domain Registrierung.

Den meisten ist jedoch nicht bewusst, dass nach dem Ablauf die Domain wieder jedem frei zur Verfügung steht. Und genau das ist ein gefundenes Fressen für Cybersquatter.

Was tun?

Um solche Angriffe zu umgehen, gibt es einige wenige Regeln, an die man sich halten sollte. Grundsätzlich ist es wichtig, in Ihrem Unternehmen einen Verantwortlichen für die Domain Registrierung zu beauftragen, der die Ablaufdaten der Domains immer unter Kontrolle hat. Voraussetzung ist natürlich, dass nur dieser eine neue Seite registrieren darf oder zumindest immer darüber informiert wird. Zudem macht es durchaus Sinn, sofern das die Registrierungsstelle es zulässt, eine automatische Domain Verlängerung zu verwenden.

Achten Sie auch darauf, dass Informationen einer veralteten Website unbedingt gelöscht werden. Dies hat zudem noch den positiven Nebeneffekt, dass allfällige Kunden nicht mit einem abgelaufenen Angebot enttäuscht werden.