Internet Explorer erhält keine Updates mehr

Sicherheitsexperten warnen vor Internet Explorer

Sicher kennen Sie die Situation, sie surfen gerade im Internet Explorer, kommen auf eine Website und stellen fest, das bei der Anzeige Inhalte fehlen, die Darstellung falsch ist oder irgendeine Fehlermeldung erscheint. Wechselt man dann den Browser, scheinen diese Probleme nicht mehr vorhanden zu sein. Doch was steckt dahinter?

Grosses Sicherheitsrisiko

Nun, die Antwort ist ganz einfach. Der Internet Explorer wird von Microsoft seit längerem nicht mehr weiterentwickelt. Inzwischen ist er sogar schon so veraltet, das Darstellungsprobleme nicht mehr zu vermeiden sind. Doch nicht nur mit der Darstellung gibt es Probleme. Durch die fehlenden Updates stellt er inzwischen auch ein hohes Sicherheitsrisiko dar. Für Angreifer ist es ein leichtes Spiel, zahlreiche Schwachstellen auszunutzen um Schadsoftware zu installieren. 

Es ist also jedem abzuraten, den Internet Explorer noch zu nutzen!

WICHTIG: Nutzer mit Windows 10 erhalten automatisch den Edge Browser, mehr dazu im Text.

Die Alternativen

Was für Alternativen sind nun also zu empfehlen? Grundsätzlich muss man immer davon ausgehen, dass eine Software nicht fehlerfrei ist und bisher noch unbekannte Schwachstellen von Angreifer entdeckt werden. Wählt man aber einen Browser, der regelmässig mit Updates versorgt wird, man alle Sicherheitsmassnahmen verbessert hat und dubiose Websites vermeidet, kann man sich normal im Internet bewegen.

Google Chrome

Google Chrome ist aktuell der beliebteste Browser. Um die Sicherheit zu erhöhen, wird Chrome ca. alle zwei Wochen mit Updates versorgt und reagiert somit schnell auf Sicherheitslücken. Chrome verfügt über eine Sandbox-Technologie, die dafür sorgt, dass das Web vom Rest des Computers getrennt ist, und es dadurch bösartigen Websites fast unmöglich ist, Zugriff auf den Computer zu bekommen. Ein Nachteil hat Chrome allerdings. Im Bereich Datenschutz hat Google einen weniger guten Ruf und versucht möglichst viele Profile von Internetnutzern zu erstellen, um Geld mit zielgerechter Werbung zu verdienen.

Mozilla Firefox

Bei diesem Browser ist die Sicherheit mehr als ausreichend. Regelmässig werden neue Versionen veröffentlicht und Sicherheitslücken behoben. Ein grosser Vorteil von Firefox ist, er lässt sich endlos individualisieren und mit neuen Funktionen erweitern. Pluspunkte erhält er sicher auch wegen seiner Benutzerfreundlichkeit, alles ist einfach zu verstehen und man kann kaum etwas falsch machen.

Microsoft Edge

Nutzer mit Microsoft Windows 10 bekommen ihn automatisch per Update, den Microsoft Edge. Obschon Datenschutz bei Microsoft ein heikles Thema ist, hat der Edge doch den Vorteil, dass man bei der Installation das Recht auf personalisierte Werbung einfach abklemmen kann. Zudem ist auch ein Tracking-Schutz eingebaut der sich ähnlich wie bei Firefox anpassen und verschärfen lässt.

Opera

Auf die Liste der sichersten Browser gehört auf alle Fälle Opera. Zu den Vorteilen gehört sicher die Eigenschaft, dass man Anzeigen, welche möglicherweise schädliche Inhalte aufweisen oder anonym auf bestimmte Webseiten zugreifen, direkt blockieren kann. Aber auch hier sammelt der Browser Informationen über seine Nutzer, welche dann an zuverlässige Partner weitergegeben werden.

Apple Safari

Safari ist der hauseigene Browser von Apple und bereits auf allen Apple-Geräten vorinstalliert und läuft ohne Probleme - allerdings nur auf Apple-Endgeräten. Dank dem abgeschotteten System auf Mac oder iPhone ist die Sicherheit vergleichbar gut und bietet einen sehr guten Schutz.

Cliqz

Wer grossen Wert auf Datenschutz und Privatsphäre legt, ist bei Cliqz sicher am richtigen Ort. Cliqz hat standardgemäss einen Tracking-Schutz eingebaut und die Suchergebnisse landen ohne Umwege in der Adresszeile. Das optimiert die Performance und vor allem werden keine persönlichen Daten in einer Suchmaschine gespeichert. Um das hohe Niveau des Datenschutzes zu halten, muss auf gewisse Funktionen wie z.B. Server-Diensten, Screenshot-Funktion oder Synchronisationen verzichten werden.